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wissenswertes
14.09.2007

Wissenswertes

Der Anbau im Bio-Weinberg
Wo Nützlinge auf natürliche Weise helfen
Immer mehr Winzer aus der konventionellen Weinwelt entdecken, dass sich Ökologie und Qualität keineswegs widersprechen, sondern glänzend harmonieren. Es ist die Ehrfurcht vor der Natur und die Liebe zur Einzigartigkeit ihrer Weine, die Bio-Winzer vorantreiben.
Überall im Weinbau gilt es, Erosionen, Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall etwas entgegen zu setzen. Ökologisch orientierte Winzer arbeiten seit vielen Jahren an umweltfreundlichen Lösungen. Damit die Reben prächtig gedeihen und gesunde Trauben hervorbringen, muss das Bodenleben aktiviert und unterstützt werden.
So liegt der Fokus im Bio-Weinbau auch auf der Bodenbearbeitung und einem reichlichen Angebot an natürlichen Nährstoffen durch Gründüngung und Kompost. Neben der gezielten Pflanzenpflege zur Stärkung der Widerstandskräfte der Rebe steht die Förderung von Nützlingen (natürlichen Gegenspielern) im Kampf gegen Schädlinge im Mittelpunkt.
Durch die Beachtung der natürlichen Kreisläufe wird der Weinberg so gefördert, dass sich die Rebe viel besser selbst gegen Krankheiten und Schädlinge wehren kann.
Robuste Rebsorten für feine Weine - natürlich die stärkeren Abwehrkräfte
Durch den Verzicht auf chemische Dünger bringen die Reben von ökologisch bewirtschafteten Weinbergen zwar weniger Ertrag, dafür sind die Rebstöcke aber auch unempfindlicher gegen Pflanzenschädlinge.
Die Trauben der Bio-Weine vom Grünen Weinberg gedeihen aus hochwertigen und weithin bekannten Rebsorten, die für den biologisch kontrollierten Weinbau in idealer Weise geeignet sind.
Kerner
Diese weiße, früh reifende Rebsorte ist eine Neuzüchtung, die im Jahre 1929 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg/Württemberg aus Trollinger und Riesling gekreuzt und 1969 zum Qualitätsweinanbau zugelassen wurde. Die Namensgebung erfolgte nach dem schwäbischen Arzt, Heimatdichter und Weinfreund Justinus Kerner (1786–1862). Er wird in der Pfalz mit über 10% Flächenanteil angebaut. Die rieslingartigen, frischen und säurebetonten Weine haben ein ausgeprägtes Aroma. Halbtrocken bis lieblich ausgebaut ist dieser Wein nicht nur ein süffiger Begleiter für gesellige Runden, sondern bietet sich auch gut gekühlt zu hellen Fleischgerichten und zu Nachspeisen an.
Riesling
Die weiße Rebsorte zählt zu den besten der Welt. Vom Rheingau aus wurde der Riesling im 11. und 12. Jahrhundert in ganz Deutschland verbreitet, konnte sich aber erst im 17. und 18. Jahrhundert als Spitzensorte endgültig durchsetzen. Riesling wird auf der ganzen Welt angebaut, aber mengenmäßig spielt er nur in Deutschland, Österreich und im Elsass eine bedeutende Rolle. Was ihn auszeichnet, ist der harmonische Gleichklang von Säure, Körper und Extrakt. Die Farbe ist grünlich-gelb und wandelt sich mit dem Alter zu einem schimmrigen Goldton, es entsteht ein dezentes Mandelaroma. Der Riesling hat eine extreme Langlebigkeit, Prädikatsweine halten 20 bis 30 Jahre und auch länger. Ein besonderer Genuss sind die Riesling- Weine zu leichten und etwas kräftigeren Speisen, Salaten und auch zu Fisch.
Tempranillo
Die Tempranillo-Traube ist die typische Rebsorte für spanische Rotweine, vor allem für den klassischen Rioja. Der Name der Rebsorte leitet sich vom spanischen Wort temprano = „früh“ ab, genau übersetzt heißt tempranillo „kleine Frühe“, weil die Tempranillo-Beeren kleiner sind und etwas früher reif werden als andere Weinbeeren. Die Herkunft der Traube ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass der Tempranillo vom Spätburgunder abstammt. Tempranillo hat dickschalige Beeren, ist kompakt im Strunk und dient zur Erzeugung dunkler, langlebiger Weine. Sie verleiht dem Wein auch ein kräftiges Rückgrat und einen duftig-fruchtbetonten Charakter.
Syrah / Shiraz
Syrah ist eine hochwertige französische Rebsorte, die in den „Neuen Weinländern“ wie Kalifornien, Chile und Australien meist unter dem Namen Shiraz bekannt ist. Die hervorragenden Weine aus der Syrah-Traube sind körperreich und ausdrucksstark.
Arién
Dies ist die meistangebaute Traube der Welt. Auf rund 400.000 Hektar werden diese Reben besonders im Weinbaugebiet La Mancha in Spanien angebaut. Die große Anbaufläche ergibt sich auch daraus, dass die Rebstöcke mit weitem Stockabstand hochgezogen werden. Die Arién-Rebe besitzt eine außergewöhnliche Resistenz gegen Trockenheit. Der Wein dieser Traube ist eher neutral bis säuerlich.
Chianti
Chianti ist ein Rotwein aus der Toskana, der im wesentlichen aus der Sangiovese-Traube besteht. Er war früher das Synonym für italienischen Wein schlechthin, und er wurde traditionell in strohumflochtenen Flaschen (fiasco) verkauft. Bei der Mischung von Rebsorten hat die Sangiovese-Traube immer den größten Anteil (mindestens 75 % bis 90 %). Teilweise werden auch Weißweintrauben zum Chianti dazugegeben, z. B. Trebbiano und Malvasia. Im Anbaugebiet Chianti werden Weine erzeugt, die dem heute vorherrschenden Geschmack „trocken“ entsprechen und sich am Stil der Bordeaux-Weine orientieren. Der klassische alte Chianti dagegen war ein fruchtiger und überdies nur relativ kurz lagerbarer Wein.
Pinot Grigio
Als Pinot Gris ist er in Frankreich weit verbreitet, in Deutschland und Österreich ist er als Grauburgunder bekannt und in Italien als Pinot Grigio. Der Pinot Grigio liefert säurearme, aber körper- und extraktreiche Weißweine mit einem in der Regel eher hohen Alkoholgehalt. In einigen Regionen gehört er zu den Sorten, die Spitzenqualitäten ermöglichen. Die Haut der Beeren ist rötlich bis rot gefärbt, vollreife Trauben wirken häufig grau. Die aus dem Pinot Grigio gekelterten Weine besitzen meistens eine kräftige goldgelbe Farbe.
Prosecco
Prosecco ist eine weiße Rebsorte, die nur im Nordosten Italiens, in der kleinen Provinz Treviso in der Region Veneto wächst. Prosecco ist ursprünglich der Name einer alten Rebsorte aus Venetien. Da der Wein den Namen einer Traubensorte trägt, könnte er grundsätzlich überall hergestellt werden. Jedoch ist die Marke "Prosecco" aus dem hier beschriebenen Weinanbaugebiet gesetzlich geschützt. Weine aus anderen Teilen Italiens, die möglicherweise aus dieser Traube gekeltert werden und andere Perlweine dürfen nur die Bezeichnung "Frizzante" tragen. Fälschlicherweise wird der Begriff Prosecco häufig auf das gleichnamige italienische Dorf in der Nähe von Treist zurückgeführt. Auch die Verbindung zum italienischen secco (trocken) ist rein zufällig.
Grüner Veltliner
Der Grüne Veltliner ist eine Weißwein-Rebe. Diese in Österreich typische Traube ist außerhalb ihrer Heimat wenig verbreitet. Sie gedeiht besonders gut auf Lössböden wie nördlich des Neusiedlersees, wo die Rebe in Boden und Klima optimale Voraussetzungen findet. Ihre Weine bestechen durch ihr intensives Bouquet und durch ihre Frische. Ein guter Veltliner besticht durch seine Frische am Gaumen und ist, entgegen landläufiger Meinung, durchaus lagerfähig. Bei Verkostungen älterer Weine beeindrucken hochwertige Veltliner immer wieder durch ihre erstaunliche Frische.
Müller-Thurgau / Rivaner
Die Müller-Thurgau-Rebe ist die zweithäufigste Sorte nach dem Riesling, deren trocken-moderne Variante unter dem Namen Rivaner in den letzten Jahren immer mehr Freunde gewinnt. Den Namen hat diese Sorte von Professor Müller aus dem Thurgau in der Schweiz. Diese Sorte stammt vom Riesling ab, wie jüngste Forschungen ergaben, vom Madeleine Royale. Sein Aroma wird mit zarten Muskat- und Walnusstönen beschrieben und passt mit seiner milden Säure bestens zu leichten Speisen wie Fisch. Er sollte stets jung getrunken werden.
Weißer Burgunder
Weisser Burgunder ist die Grüntraubige Rebsorte der Burgunderfamilie für reife, feinfruchtige Weine. Im Weinberg wird er häufig mit Chardonnay oder Auxerrois vermischt. In der Pfalz bedeckt er etwa 542 Hektar Rebfläche. Er ist ein alte, weiße Mutation aus der Burgunderfamilie, pikant, an Äpfel erinnernd. Edelsüß als Aperitif oder zum Nachtisch; trocken zu Fisch und leichten bis kräftigen Fleischspeisen.
Dornfelder
Ursprünglich als Deckrotwein gedacht, machte der Wein Mitte der 80er plötzlich seine eigene Karriere. Er überzeugt seine Liebhaber nicht nur durch die dunkelrote, ins violett gehende Farbe, sondern vor allem durch den markanten, gehaltvollen Geschmack. Der Wein ist kräftig und tanninreich, das fruchtige Bouquet erinnert an Sauerkirschen. August Herold (1902-1973) kreuzte die Sorte 1955 an der Staatl. Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) und Heroldrebe (Portugieser x Lemberger). Der Name ist vom Weinbaufachmann Imanuel Dornfeld (1796-1869) aus Weinsberg abgeleitet. Die nicht überall bekannte Rebsorte bedeckt in der Pfalz mittlerweile immerhin ca. 7% der Rebfläche. Ein besonderer Genuss ist dieser edle Wein zu kräftigem Braten, Wild und aromatischem Käse.
Huxelrebe
Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung aus Gutedel und Courtillier Musqué. Sie wurde an der Landesanstalt Alzey/Rheinland von Dr. Georg Scheu 1927 gezüchtet. Benannt wurde sie nach dem Winzer und Rebschulbesitzer Fritz Huxel, der sich beim Anbau und bei der Vermehrung besondere Dienste erworben hat. Die enorm ertragreiche Rebe ist vor allem in Deutschland in den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz und Nahe verbreitet. Der rassige, säurebetonte Wein hat eine hell- bis goldgelbe Farbe und ein kräftiges Bouquet. Der edelsüße Wein empfiehlt sich gut gekühlt bestens als Aperitif oder zum Nachtisch.
Morio-Muskat
Die die Kreuzung der weißen Rebe erfolgte im Jahre 1928 durch Peter Morio (1887-1960) am Rebenzüchtungs-Institut Geilweilerhof in Siebeldingen-Pfalz. Dieser Kreuzung aus Silvaner und Muskateller wurde im Jahre 1956 der Sortenschutz erteilt. Der gelbgrün bis goldgelbe Wein hat ein ausgeprägtes Muskat-Bouquet, welches ihn bei vielen Wein-Gourmets sehr beliebt macht.
Die liebliche Sinfonie unsere Marke Grüner Weinberg ist eine äußerst gelungene Komposition aus der Huxelrebe und der Morio-Muskat-Traube.
Cabernet Sauvignon
Die Rebsorte der Cabernet Sauvignon-Traube hat eine lange Tradition und ist fester Bestandteil der Bordeaux-Weine. Die Cabernet Sauvignon-Traube ergibt einen dunklen, kräftigen Rotwein mit hohem Reifepotential. Hauptsächlich wird diese Rebe in Frankreich, Kalifornien, Chile und Australien angebaut.
Bordeaux
Seine Blütezeit erlebte das weltweit größte Weinanbaugebiet Bordeaux unter fremder Herrschaft. Nachdem die Römer aus dem Bordeaux abzogen, kümmerten sich Franken und Basken um die Kultivierung und Weiterentwicklung der Bordeaux-Reben. Bordeaux kann sowohl Rotwein als auch Weißwein bezeichnen. Roter Bordeaux-Wein wird hauptsächlich aus den roten Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot gekeltert. Zu den weißen Bordeaux Rebsorten gehören Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle.
Chardonnay / Chablis
Die Chardonnay-Traube ist eine weiße Rebsorte aus Burgund. Sie ist die Rebsorte des berühmten Chablis, der ausschließlich aus der Chardonnay-Traube gewonnen wird. Der harmonisch-elegante und bouquetreiche Wein eignet sich ideal zum Ausbau im Holzfass. Die Hauptanbaugebiete sind Frankreich, Kalifornien und Südafrika.
Merlot
Die Merlot-Rebe stammt aus dem Bordeaux, der berühmtesten Weingegend Frankreichs. Sie wurde Anfang des letzten Jahrhunderts im Tessin eingeführt, um die empfindlicheren und anfälligeren Sorten zu ersetzen. Diese Weinrebe passte sich der neuen Umgebung sehr gut an, und ihre Trauben ergeben Weine von sehr hoher Qualität. Der Merlot ist ein körperreicher, voller und harmonischer Rotwein, und ein ausgezeichneter Begleiter zu Gerichten der traditionellen und moderneren Küche.
Zucker

Zucker ist von Natur aus im Traubensaft enthalten. Er ist unbedingte Voraussetzung für die alkoholische Gärung zum Wein, da Zucker (Traubenzucker und Fruchtzucker) bei der Gärung zu Alkohol umgesetzt wird.
Auch trockene Weine können noch einen so genannten "Restzuckergehalt" haben – dabei geht es vor allem um Fruchtzucker, da der Traubenzucker zuerst vergoren wird. Wird die Gärung genau dann gestoppt, bleibt der Fruchtzucker im Wein als natürliche Süße enthalten.
Dabei wird zwischen vier Geschmackrichtungen, die den Süßegrad des Weins ausdrücken, unterschieden:
Trocken Restzuckergehalt bis 4 g/l
Halbtrocken Restzuckergehalt bis 12 g/l
Lieblich Restzuckergehalt bis 45 g/l
Süß Restzuckergehalt bis 45 g/l

Schwefel in Weinen

So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Schwefel hat bei der Weinbereitung zwei wesentliche Funktionen inne: Zunächst hilft er gegen unerwünschte Oxidation, damit ein Braunwerden des Weins verhindert und die Haltbarkeit verlängert wird. Außerdem bietet Schwefel einen wirksamen Schutz gegen Bakterien und Mikroorganismen. Schwefeln ist also eine notwendige Konservierungs-, Stabilisierungs- und Hygienemaßnahme in der Weinproduktion.
Da Schwefeldioxid und Sulfite neben Gluten, Soja, Milch und Ei zu den zwölf Haupt-Allergenen gehören, sind besonders Allergiker auf einen möglichst niedrigen Schwefelgehalt angewiesen. Deshalb wird in Bio-Weinen so wenig Schwefel wie möglich, und nur so viel wie eben nötig eingesetzt. Stets so, dass die Qualität des Produktes nicht leidet.
In Europa gibt es strenge EU-Richtlinien für den im Wein zulässigen Gesamt-Schwefelgehalt („Schwefel total“). Für Bio-Weine gelten sogar noch strengere Grenzwerte – Denn hier sind nur 2/3 der Gesamt-Schwefelmenge erlaubt.
Übrigens: die zuweilen erwähnten Kopfschmerzen nach dem Weingenuss sind nicht auf den Schwefelgehalt, sondern auf Histamin zurückzuführen – ein biogenes Amin.

Schwefelgehalt in Weinen

EU-Richtlinien für den Gesamt-Schwefelgehalt
Rotwein (< 5g Restzucker) 160 mg/l
Weiß- und Roséwein (< 5g Restzucker) 210 mg/l
Rotwein (> 5g Restzucker) 210mg/l
Weiß- und Roséwein (> 5g Restzucker) 260 mg/l
Die Schwefelung wird seit Inkrafttreten der Richtlinie 2003/89/EG im November 2005 auf dem Etikett durch den Vermerk "Enthält Sulfite" gekennzeichnet.
Der Schwefelgehalt im Wein wird in "Schwefel total" und "Schwefel frei" angegeben. "Schwefel total" setzt sich aus freiem, flüchtigem Schwefel und Schwefel, der im Wein gebunden ist, zusammen. Unter "freiem Schwefel" versteht man die Summe von Schwefeldioxid (SO2), schwefliger Säure (H2SO3), Hydrogensulfit (HSO3) und Sulfit-Verbindungen. Bei der gebundenen Form, die ca. 80% im Wein ausmacht, ist die schweflige Säure an Acetaldehyd oder Glucose gebunden.
Übrigens: Schweflige Säure wird auch von den Hefen bei der Gärung gebildet und liegt deshalb in allen Weinen in geringen Konzentrationen (bis zu 30 mg SO2/l) obligatorisch vor.

Edle Tropfen mit hohen inneren Werten - was alles (nicht) im Bio-Wein steckt
Prinzipiell lässt sich sagen, dass alle Weine schadstoffarm sind. Denn durch die Hefegärung und das mehrmalige Filtern werden die meisten Schadstoffe zersetzt oder dem Wein noch vor dem Abfüllen entzogen.
Bei Bio-Weinen können sich Genießer sicher sein: Denn sie enthalten grundsätzlich keine schädlichen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder synthetische Mitteln zur Schädlingsbekämpfung.
Über die Tatsache des naturbelassenen Anbaus hinaus gibt die Firma Biowein.de noch eine weitere Sicherheit: Die fachkundige Auswahl der Lagen, Trauben und Weingüter für die Weine von Biowein.de ist eine handfeste Qualitäts- und Geschmacks-Garantie für höchsten Wein-Genuss.
Nachhaltiger Weinanbau
…für verantwortungsvollen Genuss
Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Er bezeichnet die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei der immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann, so dass sich der Wald immer wieder regeneriert. Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat die Bio-Weinwirtschaft mit dem Beginn des ökologisch kontrollierten Anbaus für sich übernommen.
In ganz Europa wurde der Anbau von Bio-Weinen in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Immer mehr Winzer bewirtschaften ihre Weinberge ökologisch. Dabei gelingt es ihnen, durch die intensive Pflege des natürlichen Bodenlebens eine große Pflanzenvielfalt zu schaffen, die ein ideales Umfeld für die Rebstöcke bietet. Die Winzer verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide. Deswegen werden pflanzliche Nützlinge beim biologischen Weinanbau gezielt gefördert.
Der biologisch kontrollierte Weinanbau stellt für die Bio-Weine unserer Winzer eine unerlässliche Grundlage dar. Unsere Weine werden jedoch nicht „einfach nur“ ökologisch produziert – unsere Winzer stellen verantwortungsvoll puren Bio-Genuss für Wein-Gourmets her.
Haltbarkeit von Bio-Weinen
Edle Tropfen ohne Mindesthaltbarkeitsdatum
Die „lebendige Flüssigkeit“ Wein unterliegt komplizierten biochemischen Prozessen, daher ist seine Haltbarkeit ungewiss. Jedoch können geübte Winzer im Allgemeinen die Lagerfähigkeit ihrer Weine anhand von Erfahrungswerten sehr gut abschätzen. Wie lange sich ein Wein hält, hängt im Wesentlichen von seinem Gehalt an Säure, Restzucker, Schwefel und Alkohol sowie nicht zuletzt auch von der Lagerung ab.
Je mehr Säure ein Wein enthält, desto länger ist er haltbar. Die Fruchtsäuren unterdrücken das Wachstum unerwünschter Bakterien, die den Wein schneller verderben lassen würden.
Ein hoher Restzuckergehalt verlängert ebenfalls die Lagerfähigkeit, da ein schnelles Vergären des Weines verhindert wird.
Schwefel unterdrückt im Wein das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen und schützt vor Oxidation.
Als hervorragendes Konservierungsmittel dient auch der Alkohol, da er unerwünschtes Bakterienwachstum hemmt. Für eine längere Lagerung sollte ein Wein daher mindestens 12-13%Vol. Alkohol enthalten.
Der richtige Wein für jede Gelegenheit
Es gilt: Was gut schmeckt, passt auch zusammen
Das Aussuchen eines Weines zu einer Speise ist eine spannende Aufgabe. Die zentrale Frage dabei ist, welche Inhaltsstoffe im Wein gut zu welchen Inhaltsstoffen der Speise schmecken. Der Wein kann entweder passend zum Essen gewählt werden, oder es wird ein stimmiges Gericht „um den Wein herum gekocht“.
Welcher Wein zu welche Speise?
Und hier noch einige allgemeine Tipps für die Wein-Speise-Kombination
Für Harmonie sorgt die Kombination vieler „runder“ Anteile wie Alkohol, Fette und Süße. Folgende Kombinationen sollten für harmonischen Geschmack eher gemieden werden: Säure im Wein mit Säure im Essen. Trockene Weine mit wenig Süße im Essen. Säure mit Eiweiß (z.B. Joghurts, Ziegenkäse).
Aufregender ist es, ganz bewusst gegensätzliche Reize zu setzen. Je mehr „spitze“ Anteile (also Säuren, Extrakte oder Tannine) kombiniert werden, desto spannender wird das kulinarische Erlebnis.
Korkfrei und aromareich Wein servieren
Das kleine Einmaleins des Weins
Korkenziehen
Der Korken sollte gefühlvoll aus der Flasche gezogen werden. Denn während des Ziehens entsteht ein Unterdruck, der im Moment des Entfernens ausgeglichen wird. Mit einer leichten Kippbewegung des Korkens lässt sich der Druck schonend ausgleichen. Beim ruckartigen Herausreißen wird die im Wein gelöste Kohlensäure frei und perlt deutlich sichtbar aus. Der Wein verliert dadurch an Frische.
Der Zeitpunkt der Öffnung
Während man Weißweine gleich nach dem Öffnen der Flasche einschenkt, sollten Sie gehaltvollen Rotwein etwas ein bis zwei Stunden vor dem Servieren öffnen. So kann der Wein Luftsauerstoff aufnehmen und sein Bouquet besser entfalten. Noch besser gelingt das mit einem Dekanter.
Dekantieren
Wenn Rotwein von seinem Bodensatz getrennt werden soll, muss er dekantiert werden. Dazu benötigt man eine Dekantier-Karaffe und eine Lichtquelle. Das Depot des Bodensatzes darf vor und während des Dekantierens nicht aufwirbeln. Beim vorsichtigen Umgießen in die Karaffe beobachtet man durch den Lichtschein hindurch den Fluss des Weins am Flaschenhals. Sobald der Bodensatz, der als schwarzer Strich im Licht erkennbar ist, den Flaschenhals erreicht, muss die Flasche abgesetzt werden.
In einem breitbäuchigen Dekanter kann der Wein mehr Luftsauerstoff als in der Flasche aufnehmen. Auf diese Weise kann sich das Bouquet des Weines ideal entfalten.
Die optimale Trinktemperatur
Wird Wein zu kalt serviert, entfaltet er seinen Duft nicht optimal. Bei zu hoher Temperatur überlagert der Alkoholgeruch schnell die Aromenvielfalt. Die Temperatur beim Servieren des Weins will also gut überlegt sein.
Liebliche Weißweine schmecken bei 5-7 °C.
Rosé, Weißherbst und halbtrockene Weißweine entfalten ihr Aroma am besten um 9 °C, trockene Weißweine
zwischen 8-10 °C.
Liebliche Spätlesen sind bei 10-12 °C optimal. 12 °C sind auch für leichte und sehr junge Rotweine eine gute Temperatur.
Liebliche Auslesen schmecken bei 14-16 °C, während rote Weine hoher Qualität 16-19 °C brauchen.
Prosecco, Sekt und Champagner sollten gekühlt bei etwa 5-7°C serviert werden, damit sie ihre Fruchtigkeit nicht verlieren.
Da sich die Temperatur des Weines im Glas schnell der Zimmertemperatur angleicht, sollte er stets ein wenig kühler als ideal serviert werden.
Bringen Sie Wein nicht mit Gewalt in Eisfach oder Mikrowelle auf die richtige Temperatur. Für die Aromen ist es besser, wenn der Wein seine Temperatur langsam erreicht. Weißwein kühlen Sie am besten langsam im Kühlschrank oder im Eiskübel ab.
Servieren im Glas
Die Gläser sollten nie ganz aufgefüllt werden. Ideal ist es, ein Glas immer nach und nach je zu einem Drittel zu füllen, so wird vor allem der Weißwein beim Trinken nicht so schnell warm.
Zu einem Drittel gefüllte Gläser können außerdem problemlos geschwenkt werden, so dass sich genügend Aromamoleküle aus dem Flüssigkeitsverbund herauswirbeln lassen und sich das Bouquet optimal ausbilden kann.
Das ideale Weinglas
Auch das Glas trägt entscheidend zum Wein-Genuss bei. Das Glas sollte möglichst dünn und der Rand sauber geschliffen sein. Nur dann überträgt sich der Geschmack auf die sensitiven Geschmacksnerven von Lippe und Zunge. Das ideale Glas ist außerdem glasklar und ungefärbt, um Farbe, Bouquet und Geschmack besser beurteilen zu können. Weißweingläser sind apfelförmig mit leicht verengter Öffnung. Darin entfalten sich die flüchtigen Bouquetstoffe am besten und werden im Glas festgehalten. Rotweingläser dagegen sind bauchiger und größer, denn die erweiterte Fläche ermöglicht die Aufnahme von Sauerstoff und damit die optimale Entwicklung des Bouquets.
Die Weinprobe
Erlebnis für die Sinne
Die Sensorik in der Welt des Weins bezeichnet die sinnliche Prüfung der riech-, schmeck- und fühlbaren Inhaltsstoffe eines Weins. Die Degustation ist neben dem Winzer selbst die wichtigste Informationsquelle über den Wein.
Die noch heute gültige Formel für den Ablauf einer Weinprobe stammt bereits von den Römern: COS (Color = Farbe, Odor = Geruch, Sapor = Geschmack) Das Probieren des Weins beginnt also mit dem Anschauen, dann folgt das Riechen und schließlich das Schmecken.
Hier einige nützliche Tipps

Nehmen Sie möglichst großvolumige Gläser, die nicht mit Klarspüler behandelt wurden. Je größer die Oberfläche im Glas, desto mehr Aromen können flüchtig und somit riechbar werden.
Bei zu niedrigen Temperaturen ist die Flüchtigkeit der Moleküle gering. Daher sollten Weine lieber etwas wärmer probiert werden.
In einem gut gelüfteten Raum riechen Sie besser. Ein verrauchter Keller lenkt die Nase mit Fremdgerüchen ab.
Probieren Sie möglichst bei Tageslicht oder weißem Licht. Kerzenschein ist gemütlich, aber zur Farbbeurteilung des Weins ungeeignet.

Berichte in der Presse - Oft gestellte Fragen und Antworten

Schwefel im Wein:

Nach der neuen Allergiekennzeichnungs-Verordnung müssen seit 2005 alle Weine ab einem Gehalt von zehn Milligramm Schwefeldioxid oder Sulfiten pro Liter entsprechend deklariert werden. Die gesetzliche erlaubten Höchstmengen an gesamter schwefeliger Säure liegen zum Beispiel bei einem trockenen Rotwein bei 160 mg/l, und bei einem süßen Weißwein bei 210 mg/l. Schwefelige Säure bedeutet dabei die Gesamtheit der analytisch erfassbaren Schwefelverbindungen.
Zur Schwefelung selbst lässt sich sagen, dass es von Natur aus keinen komplett schwefelfreien Wein gibt, da Mikroorganissmen im Zuge der alkoholischen Gärung Schwefeldioxid freisetzen. Die zusätzliche Verwendung von Schwefeldioxid ist so alt wie die Weinerzeugung selbst, denn es wurde bereits von den Griechen und Römern zum Desinfizieren und Haltbarmachen ihrer Gefäße und Weine eingesetzt. So wird auch heute noch bei der Wein-Herstellung Schwefeldioxid zur Stabilisierung  des Weines verwendet. Schwefel hemmt Mikroorganissmen wie Hefen und Bakterien und verhindert, dass Wein im Kontakt mit Luftsauerstoff den Geschmack verändert. Es gibt Weine, denen kein Schwefel zugesetzt wurde, aber diese sind nur wenige Monate haltbar. Ökologisch wirtschaftenden Weingüter kommen mit weniger Schwefeldioxid aus. Sie achten besonders darauf, dass nur gesundes Lesegut verwendet wird. Gesundes Lesegut, schonende Verarbeitung und behutsamer Ausbau helfen Schwefel einzusparen und stärken die innere Balance der Weine.

Als Faustregel gilt:

- Bio-Weine enthalten weniger Schwefel als konventionelle Weine

- Rotweine enthalten weniger Schwefel als Weißwein

- Trockene Weine enthalten weniger Schwefel als liebliche Weine


 
         
  Biowein - Der Wein für den besonderen Anlass  
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