Az. Agr. Mario Torelli, Gianfranco Torelli, Bubbio
Die Torellis bewirtschaften ca. 4ha Steillagen, und dort wächst größtenteils Moscato. Sohn Gian-Franco hat in Alba 6 Jahre solide önologische Ausbildung genossen. Sein privates Hobby ist das Klavierspiel, selbst auf der nüchternen Weinmesse Vinitaly hat er die Besucher schon mit kleinen musikalischen Einlagen überrascht. Solides technisches Wissen und Fingerspitzengefühl verlangt auch die Herstellung der Spezialität der Torellis, ihres Moscato d'Asti, einem natürlich süßen Perlwein aus hocharomatischen Muskattrauben. Um deren betörende, aber zerbrechliche Aromen heil in die Flasche zu bringen, bedarf es technischen Wissens und viel Sorgfalt. Der Most gärt bis zu einem Alkoholgehalt von 5-5,5%, dann wird die Gärung durch Kühlung und eine Mikrofiltration ohne jegliche chemische Hilfsmittel gestoppt und der dezent prickelnde Wein kaltsteril abgefüllt. Wir nüchterne Deutsche tun uns mit solchen Spaßprodukten schwer. Im Piemont trinkt man Moscato gerne zu feinem Gebäck, zu frischem Ziegenkäse oder einfach, weil er so lecker und leicht ist, und sonntags zum Kuchen trinkt die ganze Familie mit, der niedrige Alkoholgehalt machts möglich. Mit dem Kopfschmerzverursacher der 70er-Jahre (Asti Spumante) hat ein feiner Moscato glücklicherweise keine Gemeinsamkeiten. Ein streng über die Qualität wachendes regionales Konsortium garantiert heute für Genuß ohne Reue oder erhöhten Aspirinbedarf.